Wie kann gutes Essen bezahlbar bleiben und gleichzeitig die Landwirtschaft gestärkt werden? Mit ihrem Konzept der Grünen Fraktion im Landtag „Gutes Essen für alle – aus Bayern, für Bayern“ bringt die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer konkrete Vorschläge ein, wie die Versorgung mit Lebensmitteln gerecht, regional und nachhaltig gestaltet werden kann. „Viele Familien merken beim Einkaufen, wie stark die Preise gestiegen sind. Gleichzeitig wollen viele Menschen bewusst einkaufen und regionale Produkte und Erzeuger unterstützen. Beides darf kein Widerspruch sein“, so Lettenbauer. Ihr Ziel ist, dass alle Menschen bezahlbare, hochwertige Lebensmittel erhalten und regionale Betriebe faire Perspektiven bekommen. Gerade in Schwaben mit seiner starken Landwirtschaft und vielen regionalen Familienbetrieben, die Getreide, Milch, Käse und Gemüse produzieren, sieht Lettenbauer großes Potenzial: „Unsere Region zeigt, wie hochwertige Lebensmittel direkt vor der Haustür entstehen. Wenn regionale Produktion, Verarbeitung und Verkauf gestärkt werden, profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie unsere landwirtschaftlichen Betriebe.“ Lebensmittelpreise will die Abgeordnete transparenter und fairer machen. Die Menschen sollen besser nachvollziehen können, wie sich Preise zusammensetzen und ob bei den Erzeugerinnen und Erzeugern genug ankommt. Deshalb fordert Lettenbauer eine unabhängige Preistransparenzstelle und eine Preisvergleichs-App für Supermärkte. Um versteckte Preiserhöhungen zu verhindern, setzt sich Lettenbauer außerdem für eine verpflichtende Kennzeichnung sogenannter Mogelpackungen ein. „Es muss sofort erkennbar sein, wenn bei gleichem Preis weniger drin ist oder Zutaten verschlechtert wurden.“ Zudem soll nachhaltige Ernährung für mehr Menschen erschwinglich werden, indem Bio-Lebensmittel von der Mehrwertsteuer befreit werden. „Gerade Haushalte mit kleinerem Einkommen würden dadurch direkt entlastet, während gleichzeitig Landwirtschaft gestärkt wird“, so Lettenbauer. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein beitragsfreies, gesundes Mittagessen für alle Kinder im Ganztag an Grund- und Förderschulen finanziert durch den Freistaat Bayern. Schulen sollen dabei verstärkt auf ökologische Produkte direkt aus der Region setzen. Gleichzeitig sollen Kinder wieder stärker lernen, wo Lebensmittel herkommen, indem Schulgärten und Lehrküchen gefördert werden. . Langfristig soll Bayern unabhängiger von Importen werden und sich stärker selbst mit regionalen Lebensmitteln versorgen können. Dafür müssen fruchtbare landwirtschaftliche Flächen erhalten bleiben und genügend Mühlen, Molkereien, Schlachtbetriebe und andere Verarbeitungsbetriebe in der Region bestehen, damit Lebensmittel vor Ort produziert und verarbeitet werden können. Gezielte Förderung soll Betriebe stärken, die wichtige Grundnahrungsmittel erzeugen und so die Versorgung auch in Krisenzeiten sichern.
Regional, gesund, bezahlbar: Lettenbauer stellt Konzept für sichere Versorgung mit Essen für Schwaben vor
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