MdL Lettenbauer im branchenübergreifenden Austausch zu zukunftssicheren Arbeitsplätzen

Was tun, wenn nahezu alle Maßnahmen zur Gewinnung neuer Mitarbeitenden ausgeschöpft scheinen und trotzdem kaum Bewerbungen eingehen? Vor gravierendem Fachkräftemangel stehen derzeit viele Betriebe in Nordschwaben. Der Digitale Wandel in der Arbeitswelt und die immer stärker spürbare Klimakrise kommen mitunter noch hinzu. Um gemeinsam Antworten auf diese Herausforderungen zu diskutieren, lud Eva Lettenbauer, Grüne Landtagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Arbeit des Bayerischen Landtags ein und sprach mit Konrad Rebholz, Handwerkskammer für Schwaben, Heinrich Kopriwa, AWO Schwaben, Angelika Schäfer, Altenheim St. Vinzenz, Wolfgang Peitzsch DGB Donau-Ries und Rosemarie Kramer, Agentur für Arbeit Donau-Ries. Kurzfristig verhindert war die Geschäftsführerin der Metall und Elektroindustrie in Schwaben.

Egal ob im Handwerk, in der Industrie, im Pflegebereich oder der Gastronomie: Fachkräfte und Azubis werden überall dringend gesucht. „Deshalb machen wir Grüne uns dafür stark, dass junge Menschen und Ausbildungsbetriebe besser zusammengeführt werden. Insbesondere sozialbenachteiligte Jugendliche müssen dabei adressiert werden. Bayern braucht eine Ausbildungsplatzgarantie und mehr Möglichkeiten assistierte Ausbildungen zu absolvieren, denn sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen gelingenden Ausbildungsweg enorm. Davon profitieren junge Menschen und die Betriebe gleichermaßen. Außerdem müssen Hürden für ausländische Arbeitskräfte endlich abgebaut werden, denn die Zahlen der Arbeitsagentur zeichnen ein eindeutiges Bild: Nur mit Nachwuchsförderung können wir dem Fachkräftemangel in Schwaben nicht begegnen. Es ist ein wichtiger Erfolg, dass wir als Ampel-Bundesregierung nun den Spurwechsel vom Asylverfahren in die Einwanderung zu einem verlässlichen Verfahren machen werden“, so die klaren Maßnahmen der Abgeordneten.

Die Digitalisierung wird von den Beteiligten überwiegend als Chance betrachtet, sofern die Bedingungen stimmen und eine Verlagerung ins Digitale nicht zu einer Unterwanderung des Arbeitsrechts führen. Für Eva Lettenbauer steht fest: „Die Betriebe und Arbeitnehmer*innen in Schwaben machen sich bereit für die digitale Transformation. Der Infrastrukturausbau hinkt hinterher. Hier muss der Freistaat Bayern mehr und effizienter investieren, damit alle Betriebe und Haushalte eine schnelle Internetanbindung haben.“

Im Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft sehen die Diskutant*innen eine große Herausforderung, die aber auch mit vielen positiven Effekten einhergehen kann. Ressourceneffizientes Wirtschaften und der Ausbau und Einsatz erneuerbare Energien sind in Anbetracht der fortschreitenden Klimakrise zwingend notwendig, ob in der Pflegeeinrichtung oder dem Handwerksbetrieb. Gleichzeitig schafft diese Transformation viele neue Arbeitsplätze und stärkt die Zukunftsfähigkeit der Betriebe in Schwaben.

„Der branchenübergreifende Austausch hat gezeigt, dass unsere Betriebe und Beschäftigten in Schwaben aus ihrer eigenen Kraft beste Voraussetzungen für einen modernen, nachhaltigen Wirtschaftsstandort mit starken Arbeitnehmendenrechten beisteuern. Sie brauchen jetzt eine Arbeits- und Wirtschaftspolitik mit Weitblick, die sie auf diesem Weg begleitet und stärkt. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die bayerische Staatsregierung  die politischen Rahmenbedingungen endlich klug gestaltet – vom Ausbildungsplatz-Matching bis zum Ausbau Erneuerbarer Energien, damit die Veränderung positiv verläuft und wir alle gewinnen“, so das Fazit Lettenbauers.

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