Corona-Pandemie: Schutzräume für wohnungslose Frauen schaffen!

32,3 Prozent der wohnungslos gemeldeten Menschen in Bayern sind Frauen. Die bisher bestehenden und die erweiterten Hilfsangebotein der aktuellen Situation der Corona-Pandemiesind aber überwiegend auf obdachlose Männer ausgerichtet. Obdachlose Frauen brauchen andere Hilfen als Männer. Aktuell erschweren Ausgangsbeschränkungen und die minimalen Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum die schon prekäre Situation von obdachlosen Frauen noch mehr. Hinzu kommt, dass bei Frauen das Phänomen der „verdeckten Wohnungslosigkeit“häufig auftritt. Ihre Obdachlosigkeit ist also oft nicht sichtbar, weil sie stattdessen in risikoreiche und gefährliche Alternativen flüchten. Um ein Dach über demKopf zu haben, begeben sie sich dann in Abhängigkeitsverhältnisse, werden als Arbeitskraft ausgenutzt oder zu sexuellen Dienstleistungen gezwungen. Ich finde: Frauen müssen vor solchen Risiken geschützt werden. Daher braucht es ausreichende dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen Jürgen Mistol und Kerstin Celina fordere ich die Staatsregierung in einem Antrag dazu auf, im Rahmen des Aktionsplans „Hilfe bei Obdachlosigkeit“sowie über die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern, Kommunen beim Ausbau von dezentralen Unterbringungsangeboten für wohnungs- und obdachlose Frauen im Zusammenhang mit der Corona-Krise finanziell zu unterstützen. Die Anmietung von Hotels oder Pensionen und die Verteilung von Hotelgutscheinen ist beispielsweise eine geeignete Maßnahme, um betroffenen Frauen in Zeiten derPandemie Schutz-und Ruheräume zur Verfügung zu stellen.

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