Photovoltaikfreiflächenanlagen: Daiting geht im Landkreis voran

Die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) informierte sich Ende Juli vor Ort über die installierten und geplanten Projekte für Photovoltaikfreiflächenanlagen in Nordschwaben und speziell in der Gemeinde Daiting. Ein Photovoltaikzubau sei unbedingt erforderlich, um die Ziele des Klimaschutzes zu erreichen.

Die Initiatoren der Photovoltaikfreiflächenanlagen in Reichertswies, Natterholz und Daiting trafen sich zu einem Meinungsaustausch. Bruce Dünker von Greenvest Solar aus Starnberg und Dr. Johannes Strasser von ENERGY FOREVER, Gundelfingen, unterhielten sich mit der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer.

Zunächst informierten Hr. Dünker und Dr. Strasser die Abgeordnete über die in den letzten beiden Jahren errichteten Photovoltaikfreiflächenanlagen in Nordschwaben. In Donauwörth ging z.B. 2017 eine 6.900 kWp große Anlage entlang der Bahnlinie ans Netz, diese kann ca. 2.600 Haushalte mit Strom versorgen. Zum ersten Mal in Nordschwaben wurde auf einer ehemaligen Bauschutt­deponie in Lauingen eine 750 kWp große Photovoltaikfreiflächenanlage errichtet, die 220 Haushalt mit Strom versorgt und beachtliche 376.260 kg an CO2 einspart.
In Planung ist derzeit ein Solarpark in Höchstädt an der Donau. Der Stadtrat hat hierzu bereits seine Zustimmung gegeben. Auf einer Konversionsfläche von ca. 10 ha soll eine etwa 7.000 kWp leistungsstarke PV Anlage errichtet werden. Eine weitere Photovoltaikfreiflächenanlage wird auf dem Deponiegelände in Lauingen in 2020 entstehen. Besonders erfreulich ist, dass diese Anlage in der regionalen Wirtschaft bleibt und damit auch nachhaltig für die direkte Umgebung sorgt.

Einig war man sich, dass im Rahmen der Energiewende die Photovoltaik einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Daher hat Bündnis 90/die Grünen im Bayerischen Landtag, so berichtete die Abgeordnete, eine Initiative gestartet, um das bisherige Ausbaukontingent für Photovoltaik in Bayern anzuheben. Sie bezeichnete den Vorstoß als erfolgreich. Die Bayerische Staatsregierung hat das bisher, seit 2017 begrenzte Kontingent von 30 Anlagen für benachteiligte ländliche Gebiete pro Jahr, um weitere 40 Anlagen erweitert. Im Zusammenwirken der Kräfte Ökologie, Ökonomie und Versorgungssicherheit ist ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien speziell der Photovoltaik sinnvoll und notwendig.

Die Abgeordnete Eva Lettenbauer (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) informierte sich vor Ort über die Möglichkeit, auf landwirtschaftlich benachteiligen Gebieten, wie z.B. in der Gemeinde Daiting oder im Kesseltal, Photovoltaikfreiflächenanlagen zu errichten.

Eva Lettenbauer begrüßte das Interesse und die Initiativen von Grundstückseigentümern, die als landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet ausgewiesene Flächen, für die Errichtung von Photovoltaikfreiflächenanlagen zur Verfügung stellen. Die Aufgeschlossenheit von Bürgermeister und Gemeinderat in Daiting hierfür bezeichnete die Abgeordnete als vorbildlich und richtungsweisend im Interesse des Klimaschutzes. Wichtig ist ihr, dass alles darangesetzt werden soll, Käuferinnen oder Käufer der Anlagen zu finden, die Gewerbesteuer an die Gemeinde zahlen.

Dass Deponien, wie in Lauingen oder Konversionsflächen, wie in Höchstädt an der Donau, für Photovoltaikfreiflächenanlagen genutzt werden, hob die Abgeordnete Lettenbauer, positiv hervor und stellte fest, dass viele Initiativen für den Klimaschutz eben vor Ort wie in der Gemeinde Daiting und in der Kommunalpolitik entstehen. (pm)

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