Im Landkreis Donau-Ries fehlt es an Lehrkräften, besonders an Grund- und Mittelschulen. Auch die verpflichtenden Sprachtests für Kindergartenkinder werfen Fragen auf. Die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer ist im Austausch mit den Donau-Rieser Schulfamilien. Eine Schriftliche Anfrage (SAN) der Abgeordneten zeigt nun die Mängel in den Maßnahmen der bayerischen Regierung auf. Im Frühjahr müssen erstmals rund 40.000 Kinder in ganz Bayern einen Sprachtest absolvieren. Für Kitas bedeutet das mehr Verwaltungsaufwand, für Grundschulen Mehrarbeit, da bestehendes Personal die Tests durchführen muss. Weder für die Tests noch für die anschließenden Fördermaßnahmen stellt die bayerische Staatsregierung den Grundschulen Unterstützung zur Seite. Was viele nicht wissen: Bereits heute machen in der Regel alle Kindergartenkinder in Bayern einen Sprachtest, aber nicht alle Kinder mit Bedarf erhalten die Sprachförderung, die sie brauchen. Lettenbauer meint: “Das Gesetz führt mehr Bürokratie ein, ohne neue Ressourcen bereitzustellen – und zwingt Kinder zur Sprachförderung, ohne sicherzustellen, dass diese überhaupt ausreichend angeboten werden kann.“ Zu wenig Lehrerinnen und Lehrer gibt an nahezu allen Schulen, besonders aber an Grund- und Mittelschulen. Die von der Staatsregierung aufgeführten Maßnahmen findet Lettenbauer nicht ausreichend: “Quereinsteigerprogramme und Werbekampagnen helfen kurzfristig, aber sie bekämpfen meist nur die Symptome, nicht die Ursachen des Lehrkräftemangels. Ein Masterplan fürs Lehramtsstudium, der schnell und langfristig viele neue Lehrkräfte schafft, ist notwendig”. Die Grünen schlagen unter anderem vor, Lehrkräfte durch die Einführung einer zweiten pädagogischen Fachkraft pro Klasse zu entlasten, um eine bessere Betreuung der Schüler*innen und eine Reduzierung der Arbeitsbelastung zu ermöglichen. Wenn einige Grundschulkinder langsamer lernen als andere, können Förderlehrkräfte wertvolle Unterstützer sein. Derzeit sind rund 1.200 Förderlehrkräfte an allen bayerischen Grund- und Mittelschulen eingesetzt. Für 2.278 Grundschulen und 874 Mittelschulen reicht das nicht. Hinzu kommt, dass die Ressourcen für Förderlehrkräfte oft nicht gleichmäßig verteilt sind. Auf dem Land ist es oft schwierig, Förderlehrkräfte zu gewinnen und zu halten. Auch die Ausbildungsplätze und -standorte für angehende Förderlehrkräfte sind in einigen Bereichen begrenzt, obwohl die Nachfrage gegeben wäre. Statt einzelne Maßnahmen halbherzig umzusetzen, brauche Bayern ein klares Konzept für Bildungsgerechtigkeit. In den Schulen wird die Zukunft geformt – dafür arbeitet Eva Lettenbauer für optimal ausgebildetes, gefördertes Personal und insbesondere genug Fachkräfte.
Lettenbauer fordert effektive Unterstützung für Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen
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