Zu wenig Unterstützung für die Schulleitungen, zu wenig Fördermaßnahmen für benachteiligte Kinder, zu wenig Personal für die pädagogische Arbeit sind der aktuelle Stand in Mittelschulen. Die Antworten des Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der schwäbischen Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer zeigen aus ihrer Sicht deutlich: „Was die Staatsregierung aktuell plant, reicht vorne und hinten nicht“. Auch der Bayerische Oberste Rechnungshof betrachtete in seinem jüngsten Bericht die praktische Umsetzung des Corona-Förderprogramms „gemeinsam.Brücken.bauen“. Der Bericht zeigt deutlich, dass viele Schulen wenige oder gar keine Fördermaßnahmen für den Ausgleich pandemiebedingter Nachteile durchgeführt haben. Die Schülerinnen und Schüler an Mittelschulen bekamen besonders wenig Unterstützung. Das findet Lettenbauer alarmierend: „Die Mittelschulen hier im Landkreis leisten enorm viel für junge Menschen. Nicht für alle ist der Weg zum Schulabschluss leicht, gerade da ist Unterstützung wichtig. Doch dafür brauchen Mittelschulen ausreichend Personal“, fordert die Abgeordnete. Nicht nur Mittelschulen fehlt es an Kapazitäten. Besonders betroffen von Mangel an Lehrkräften sind Förderschulen. „Ein paar wenige neue Stellen und nur ein neuer Ausbildungsstandort bayernweit: Das ist keine Antwort auf den dramatischen Mangel an Förderlehrkräften in vielen Regionen,“ kritisiert Lettenbauer. Noch immer sei die Verteilung von Förderlehrkräften regional unausgewogen – entgegen allen pädagogischen Notwendigkeiten. Die Grünen im Landtag setzen sich dafür ein, dass jedes Kind, egal wo es wohnt, die Förderung bekommt, die es braucht. Auch die Sozialarbeit an Schulen reiche vielerorts nicht: „Wer ausreichend Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit will, muss mehr in multiprofessionelle Teams mit festen Ansprechpersonen vor Ort investieren, die Schulen und Familien wirklich entlasten“, so die Abgeordnete. Besonders kritisch sieht Lettenbauer die Situation der Schulleitungen. In der Antwort der Staatsregierung ist von Entlastung durch zusätzliche Stunden für Leitungsaufgaben die Rede, eine Maßnahme, für die sich Lettenbauer und die Grünen bereits seit Langem einsetzen. Allerdings seien die kalkulierten Stunden viel zu wenig, so Lettenbauer: „Was als Entlastung verkauft wird, bringt in der Realität kaum spürbare Verbesserungen, denn rechnerisch kommt gerade mal eine zusätzliche Stunde pro Schule heraus.“ Um den Beruf der Schulleitung wieder attraktiver zu machen, brauche es deutlich mehr Leitungszeit und echte Gestaltungsmöglichkeiten, besonders an kleinen Grund- und Mittelschulen, so die Abgeordnete. Lettenbauer stellt abschließend klar: „Wer es ernst meint mit der Förderung aller Schülerinnen, braucht es ein klares Bekenntnis zu gut ausgestatteten Mittelschulen im Landkreis: mit mehr Zeit, mehr Personal und besseren Arbeitsbedingungen.“
Kühlender Regen statt kleiner Tropfen auf den heißen Stein: Lettenbauer setzt sich für echte Verbesserungen für Mittelschulen ein
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