Lettenbauer am Weltfrauentag im Gespräch

Am Weltfrauentag hat die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer in Donauwörth und Wertingen im Stadtkern zu Gesprächen über die aktuelle Situation von Frauen eingeladen. Herangetragen wurden an die Abgeordnete viele Berichte aus den vergangenen zwei Pandemie-Jahren. Viele Mütter berichteten von aufwändigem Homeschooling und dem Testen der Kita-Kinder, das vor allem sie übernommen haben. Einen Fortschritt machten einige Frauen aus: In der Pandemie hätten mehr Menschen erkannt, wie wichtig soziale Berufe sind und sie als „systemrelevant“ bezeichnet. Lettenbauer sichert zu sich dort weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen, ein erster Schritt sei der geplante Ausbau der Personalbemessungsverfahren in der stationären Pflege. Auch der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern war Thema. 22 Prozent verdienen Frauen derzeit in Bayern weniger als Männer. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind mehr Frauen in Teilzeit sowie in prekären Beschäftigungs-Verhältnissen und damit auch überdurchschnittlich von Altersarmut betroffen. Sie sehe für Frauen einen großen Fortschritt durch die von der neuen Bundesregierung geplante verstärkte Entgelttransparenz, so Lettenbauer. Dadurch erhalten sie künftig gleiche Löhne wie männlichen Kollegen für gleichwertige Arbeit.

Lettenbauer und die Frauen waren sich einig: Für eine wirklich freie Entscheidung wer in Familien Erziehung und Sorgearbeit übernimmt, braucht es noch deutlich bessere Rahmenbedingungen, von der Bezahlung im Beruf bis zum Kinderbetreuungsangebot.

Damit Gleichberechtigung schnell überall erreicht wird, hat Lettenbauer eine weitere Lösung: „Mehr Frauen in den Parlamenten. Von 205 Landtagsabgeordneten sind nur 55 weiblich, das entspricht lange nicht dem Anteil der Frauen in der Bevölkerung. Das können wir mit einem „Hälfte der Macht – Gesetz“ ändern, wir brauchen Parität.“ Der Frauenanteil in kommunalen Ämtern liegt im Landkreis noch weit darunter. Auch in ganz Bayern gibt es nur 7 Landrätinnen, aber 71 Landräte und nur 106 Bürgermeisterinnen, aber 1232 Bürgermeister.

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