Bio-Frühstück europaweit – Wie die Münchner Hotelkette Motel One auf Nachhaltigkeit setzt

Ein guter Kontakt und regelmäßiger Austausch mit dem Mittelstand ist uns Grünen sehr wichtig. Deshalb trafen sich die Landesvorsitzende Eva Lettenbauer und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gisela Sengl mit der Leitung der Münchner Hotelgruppe Motel One. „Ich bin selbst oft Gast in einem der Häuser, wenn ich im Rahmen meiner Abgeordnetentätigkeit unterwegs bin“, betone Gisela Sengl. Insbesondere das Bio-Frühstück schätze sie sehr.

Die Umstellung auf Bio erfolgte seit 2015 sukzessive, erklärte Co-CEO Daniel Müller, der Sohn des Gründers Dieter Müller. Nach und nach habe man die Produkte ersetzt, Einmalverpackungen abgeschafft und das Büffet umgebaut. Mittlerweile ist das Frühstück zu 71 Prozent in Bio-Qualität – gern könnte es mehr sein, doch die Verfügbarkeit von Bio-Produkten sei nach wie vor oftmals leider noch nicht gegeben. Ein Punkt, der auch den Grünen bei ihrer politischen Arbeit immer wieder begegnet: Bio wird nachgefragt, aber es gibt zu wenig Angebot, gerade an regionalem Bio. Trotzdem wollen die Verantwortlichen bei Motel One die Quote weiter erhöhen: seit Januar 2022 werden auch der Gugelhupf, die Croissants und Tomaten und Gurken in Bio-Qualität angeboten.

Überhaupt werde Nachhaltigkeit bei Motel One groß geschrieben, betonte die Nachhaltigkeitsbeauftragte Verena Ferner. Vom Büffet bis zu den Betriebsmaterialien wird alles bei der Beschaffung hinsichtlich Nachhaltigkeit auf den Prüfstand gestellt. Die gesamte Kosmetik ist auf Naturkosmetik umgestellt worden; alle Häuser der Kette werden zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Gerade auch im Mobilitätsbereich sei man bereits gut aufgestellt: für Mitarbeitende gebe es ein E-Bike oder einen ÖPNV-Zuschuss, die firmeninterne Fahrzeugflotte wird sukzessive auf Elektro umgestellt.

Die Pandemie und besonders der Lockdown haben aber der gesamten Branche zugesetzt, das gilt auch für Motel One: „Wir haben Herausforderungen an allen Ecken und Enden“, so Müller. Obwohl man gute Bedingungen anbiete, viele Festangestellte und kaum Mini-Jobber habe, schlage auch hier der Fachkräftemangel zu. Auch wünsche er sich, dass „First Mover“, also Unternehmen, die etwas wagen und einen Schritt vorangehen, gerade im Bereich Klima- und Umweltschutz, dafür mehr Unterstützung bekämen.

Das ist auch Anliegen unserer grünen Politik: Klimaneutralität und der Weg in eine nachhaltige Zukunft ist ganz klar vorgezeichnet, auch für unsere Wirtschaft. „Es ist uns wichtig, diesen Weg gemeinsam mit den Unternehmen zu gehen und Planbarkeit zu gewährleisten“, betonte auch Eva Lettenbauer. „Diejenigen, die vorweg gehen, sollten dadurch Wettbewerbsvorteile haben und keine Nachteile. Das werden wir mitnehmen und so auch in die Bundespolitik einspeisen.“

 

Foto v.l.: Eva Lettenbauer (Landesvorsitzende), Verena Ferner (Managerin CR & Sustainability), Daniel Müller (Co-CEO und COO), Ann-Katrin Moitje (Purchasing Manager), Gisela Sengl (Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung)

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