Der bayerische Arbeitsmarkt – Meine Einordnung im Juni 2026

Wer will, dass mehr Menschen länger arbeiten können, muss die Voraussetzungen dafür schaffen!

Alle reden über längeres Arbeiten und keiner achtet auf die Älteren, die keine Arbeit haben. Bei den 55-Jährigen und Älteren steigt die Arbeitslosigkeit weit mehr als im Durchschnitt. Im Juni 2026 sind 90.579 Menschen ab 55 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 5.224 Personen bzw. 6,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Die Gesamtarbeitslosigkeit steigt um 2,4 Prozent.

Das muss sich jetzt ändern.

Gesund und zufrieden arbeiten: Dafür braucht es mehr altersgerechte, ergonomische Arbeitsplätze und Hilfsmittel, die zu den körperlichen Bedürfnissen passen – zum Beispiel Patientenlifter.

Auch die psychische Gesundheit muss stärker in den Blick genommen werden. Es braucht mehr Prävention mentaler Überlastung und psychischer Erkrankungen durch eine gute Arbeitsgestaltung: organisatorische Flexibilität, gesunde Arbeitszeiten und Schichtanpassung, gute Führung und ein gutes soziales Klima. Dazu gehören auch Hilfestrukturen bei Belastung und eine stärkere Sensibilisierung für Mobbing.

Davon profitieren alle! Ältere Menschen am Arbeitsplatz bringen Erfahrungen und Gelassenheit mit, gemischte Teams arbeiten am besten. Arbeit, die nicht krank macht, hilft allen! Und die Expertise der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt möglichst lange erhalten. Das ist meist ein riesiger Mehrwert für Arbeitgeberinnen und Kolleginnen und stärkt auch die Selbstwirksamkeit.

Gute Rentenpolitik wird am Arbeitsmarkt gemacht.

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