Stagnation statt Aufschwung: Auch im Februar gibt es keine positiven Signale für den bayerischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent. 341.000 Menschen sind ohne Arbeit. Gleichzeitig sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nun schon den vierten Monat in Folge.
Es fehlen sichere, reguläre Arbeitsplätze. Wo Minijobs reguläre Stellen verdrängen, entstehen fehlende soziale Absicherung, geringe Rentenansprüche, weniger Arbeitnehmerrechte und mehr Unsicherheit für die eigene Lebensplanung. Besonders betroffen sind Frauen, weil sie deutlich häufiger als Männer in Minijobs arbeiten – oft nicht als Zuverdienst, sondern als einzige Beschäftigung.
Ich plädiere dafür, die geringfügige Beschäftigung deshalb schrittweise in sozialversicherungspflichtige, reguläre Beschäftigung zu überführen. Sinnvoll sind sie nur dort, wo sie ergänzen – etwa für Studierende oder Rentnerinnen und Rentner – und keine reguläre Arbeit ersetzen. Nachdem wir Grüne die Umwandlung bereits seit Jahren fordern, hat inzwischen auch der Arbeitnehmerflügel der CDU in diese Richtung argumentiert. Entscheidend ist nun, den Worten konkrete politische Schritte folgen zu lassen.Denn in der aktuellen wirtschaftlichen Lage braucht es mehr sichere Jobs und weniger unsichere, prekäre Beschäftigung.