Drei Tage lang besuchte die schwäbische Abgeordnete Eva Lettenbauer gemeinsam mit dem Sozialausschuss des Bayerischen Landtags Europas Hauptstadt Brüssel. Die Delegation traf sich mit Vertretern der Europäischen Union, um über aktuelle Herausforderungen der Sozialpolitik zu diskutieren. Auch Anliegen aus dem Landkreis Donau-Ries konnte Lettenbauer platzieren. Im Austausch mit EU-Kommissar Nicolas Schmitt betonte Lettenbauer, dass die Beantragung von EU-Fördergelder einfacher werden müsse. Viele Einrichtungen entschieden sich wegen zu umfangreicher Formulare inzwischen sogar dafür, auf Förderung zu verzichten: „Die übermäßige Bürokratie belastet die Menschen und sozialen Einrichtungen in unserer Region erheblich. Effizientere und bürgerfreundlichere Verwaltungsprozesse sind dringend notwendig,“ betonte sie. In ihren Gesprächen mit den Vertretern der Europäischen Kommission und den Europaabgeordneten setzte sie sich dafür ein, dass Bürokratieabbau als prioritäres Ziel auf europäischer Ebene verfolgt wird. Auch standen Gespräche mit Europaabgeordneten sowie Sozial- und Wirtschaftsverbänden auf dem Plan. Eines der Kernthemen der Reise war der europäische Mindestlohn. Dazu fand ein Informationsgespräch mit Barbara Kauffmann, Direktorin für Beschäftigung und sozialpolitische Steuerung der Europäischen Kommission statt. Die EU-Mindestlohnrichtlinie sieht vor, dass ein angemessener Mindestlohn mindestens 60 Prozent des Medianlohns des jeweiligen Landes ausmacht – also 60 Prozent des Lohns in der Mitte der Einkommensverteilung. Lettenbauer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Grünen Landtagsfraktion betont: „Ich will wir sicherstellen, dass alle Menschen von ihrer Arbeit gut leben können. Der einheitliche Mindestlohn schützt unsere Unternehmen vor unlauterer Konkurrenz durch Dumpinglöhne in anderen europäischen Staaten.“ Lettenbauer kehrt mit wertvollen Erkenntnissen und gestärkten Beziehungen aus Brüssel zurück, um die sozialpolitischen Herausforderungen auf in Bayern und Schwaben weiter voranzutreiben. Sie resümiert: „Unsere Gespräche in Brüssel waren produktiv.“
Donau-Ries nach Brüssel tragen: Lettenbauer setzt sich in Brüssel für Bürokratieabbau und gute Löhne ein
Weitere Artikel zum Thema
Der bayerische Arbeitsmarkt – Meine Einordnung im März 2026
Was hat der Spritpreis mit Arbeitsplätzen zu tun? Weniger Abhängigkeit von teurem Sprit bedeutet mehr Sicherheit für Wirtschaft und Arbeitsplätze. Denn Energiepreise haben direkte Auswirkungen auf Unternehmen – und damit auch auf Beschäftigung. Die hohen Energiepreise sind auch Ergebnis politischer Entscheidungen der vergangenen Jahre. Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektromobilität wurde gebremst, während die… weiterlesen
Damit Gerechtigkeit wieder schneller geht: Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer will mehr Geld für Arbeitsgerichte
Wenn ein Mensch plötzlich ohne Job dasteht oder auf seinen Lohn warten muss, wird jeder Tag zur Belastung. Viele wenden sich in dieser Situation an die Arbeitsgerichte. Doch genau dort fehlt inzwischen oft das Personal und die Verfahren ziehen sich in die Länge. Eva Lettenbauer, Abgeordnete aus dem Donau-Ries, will das ändern und die Arbeitsgerichte… weiterlesen